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Stoffwechsel – (Halb)Finale!!!

Puh – das linktool zum Finale der großen Herbst-Stoffwechsel Aktion von Hannah und Lotti ist schon seit letzten Sonntag geöffnet und ich habe es mal gerade so geschafft… Die meisten haben sich bereits hier verlinkt.
Dafür gibt die Sonne heute hier alles und wenigstens den Fotos steht so nichts im Weg.

Bekommen hatte ich einen wunderbar weichen, grauen Anzugsstoff und einen dunkelblauen Stoff, von dem meine Stoffpatin meinte, er eignet sich für einen Rock, z.b. Hollyburn.
Bei dem grauen Stoff hatte ich sofort die Vision eines Blazers und da der Plan bei der Stoffvorstellung hier auf sehr viel Zusprache gefallen ist, habe ich das dann auch so durchgezogen. War im Anbetracht der recht knappen Nähzeit und dem ganzen anderen Stress (und Ärger) der in der Vorweihnachtszeit regelmässig bei mir anfällt vielleicht nicht ganz so durchdacht, aber letztendlich bin ich doch froh, dass ich mich durchgebissen habe.

Jacke1

Jacke hinten 1

Der Schnitt ist aus einer älteren Burda (12/2010 Modell 115, siehe hier schonmal vorgestellt) und auch der hat mich kräftig geärgert. Wer technische Zeichnungen lesen kann ist klar im Vorteil, mir ist erst recht spät aufgegangen, warum der Schnitt im Downloadportal von Burda als Spenzerjäckchen bezeichnet wird… (im Magazin heisst er Jacke und für mich ist da irgendwie ein Unterschied).
Als ich die Ärmel zusammengesetzt habe, bin ich erstmal total erschrocken und hatte irgendwie sofort ein Bild von Harry und Sally im Kopf – die trägt auch irgendwo so ein „Spenzerjäckchen“ mit ganz fürchterlich aufgeplusterten Schultern und sonst überall zu kurz… Es sah auf jeden Fall sehr 80er aus!

Dank meiner Mädels vom Nähkränzchen konnte ich dann letzten Samstag den Schnitt so abändern, dass er um die Schultern rum nicht mehr ganz so weit war und jetzt relativ gut passt. Die Schultern habe ich mindestens 3,5 cm schmaler gemacht. In der Länge musste ich auch einiges tun, denn ich hatte mir (natrülich aus Zeitgründen 😦 ) ein Probemodell erspart und unten nur eine mittelprächtige Saumzugabe von 4 cm angeschnitten. Die brauchte ich dann aber dringend für mich selbst 🙂 und habe dem Saum deshalb eine Blende spendiert, die ich so knapp wie möglich angesetzt habe. Leider hat das jetzt vorne an den Vorderteilblenden eine komische Kante ergeben, und die Vorderteile haben jetzt eine Welle mehr als vorgesehen (das muss jetzt einfach so!!).

Meine Stoffpatin schlug mir vor, die Farbe mit gelb zu kombinieren und dem Vorschlag bin ich gerne gefolgt. Hier sind die Bilder vom Futter, wie man sieht blitzt es bei Bewegung auch an den Ärmeln. Hm..

Jacke Futter

Ausserdem wollte ich eigentlich auch noch einen Rock dazu nähen, der ist auch fast fertig, aber ich fühle mich nicht wohl mit meiner Wahl. Deshalb hängt er jetzt halbfertig auf der Puppe, wahrscheinlich trenne ich ihn auf und schneide neu zu.
Meine Wahl fiel auf den Tulpenrock aus Burda 4/2010, da ich es mir  zu dem engen Jäckchen eigentlich ganz schön vorgestellt habe, wenn der Rock erstmal weiter fällt (für einen Teller hat der Stoff leider nicht mehr gereicht). Irgendwie kommt mir mein Hintern aber wie ein riesengroßer Windelpopo vor damit…
Deshalb habe ich heute dann mal die Kombi grau/gelb mit einem ganz normalen Romö ausprobiert, ich glaube so fühle ich mich wohler! (*memo an mich: ich mag schmale Röcke und fühle mich in weiten eher verkleidet!!!!*)

Jacke mit Röcken

Liebe Stoffpatin, du hast mir einen wunderbaren Streichelstoff geschickt und ich freue mich darauf, die Jacke auszuführen! Dass ich nicht auf dich gehört habe und einfach ein Kleid genäht habe, das habe ich mir ja selbst eingebrockt 🙂 Trotzdem hatte ich Spaß und dabei auch noch unheimlich viel gelernt.
Und den blauen Stoff werde ich im Frühjahr wohlüberlegt verwenden!!! Wahrscheinlich wie schon angedeutet Rock mit Ringelshirt…
Deine Absenderadresse hat mich zwar kurz verwundert, aber dein netter Brief deutet doch darauf hin, dass du aus Berlin bist (DER Markt ist doch da 🙂 ?). Und die Unterschrift verrät mir dann, dass du die Frau bist, die meint, kein Talent zu haben! Liebe Melleni, vielen, vielen Dank dafür! (Und falls ich jetzt daneben liege, hast du mich mit einer anderen Berlinerin gemeinsam in die Irre geführt :-)…). Die Nachbestellung meiner Nähfreundinnen von ca. 30 Metern mehr, steht noch…

Einen schönen zweiten Advent wünsche ich Euch allen – geniesst die Sonne und mach es euch gemütlich… Bei uns ist es dieses Jahr sehr adventlich geschmückt, da jedes Familienmitglied einen eigenen Adventskranz gebastelt hat (irgendwie wollten alle mitmachen, da habe ich mich natürlich nicht in den Weg gestellt :-))

Advent14_alle
Kind (4), Mann (das war schon vor zwei Jahren ein Geschenk für mich), ich,
Kind (7)

2 Advent
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Entdecke das Tier in dir…

…fragt sich nur welches!

Mich hat neulich, kurz vor dem Auschecken beim ausgiebigen Stoffshopping auf der Couch, ein Leopard angesprungen. So richtig weiss ich nicht, warum ich ihm nicht ausweichen konnte, aber ich hatte plötzlich dringenden Bedarf, mal was anderes auszuprobieren (normalerweise stehe ich nicht so auf Animalprints, aber …).

Einen passenden Schnitt zu finden war auch gar nicht so leicht, erst hätte ich fast ein Birgitte Shirt draus gemacht, aber dann dachte ich mir, wenn schon Tier, dann richtig. Geworden ist es ein Fledermausärmel-Shirt aus „Meine Nähmode 3/2012“.

Leo1

Das Shirt hat unten einen breiten Bund und geraffte 3/4 Ärmel. Mit dem Ausschnitt habe ich sehr gekämpft, weil die angegebene Länge des Halsauschnittstreifens wirklich viel zu lang war, und ich mich dann erst langsam rangetastet habe. Sehr elastisch ist der Jersey nämlich nicht, da scheint irgendwas wolliges drin zu sein und dadurch ist er relativ fest.

Die Kreuzung zwischen Leo und Fledermaus finde ich jetzt eigentlich ganz gut, und zumindest der Fledermaus werde ich nochmal eine Chance geben. Der Schnitt hat Potential – das mit dem Leo wird aber wohl ein einmaliger Ausflug bleiben.

Leo2

Bleibt nur die Frage, warum ich schon wieder knappe Nähzeit für Experimente „geopfert“ habe, anstatt die dringend benötigten Basisstücke für den Herbst anzufangen…

MMM #4 – mein Bielefeldkleid

… heute bzw. gestern durfte mein An*NÄH*erungskleid mal wieder raus. Und was soll ich sagen, von allen Kleidern, die ich in den letzten zwei Monaten genäht habe (immerhin drei davon in meiner Größe :-)) ist mir dieses am Liebsten.Image

Nicht zuletzt wegen der Erinnerung an ein perfektes Nähwochenende, sondern auch der Stoff und der Schnitt überzeugen. Die Verarbeitung ist fast perfekt, gemeckert wird aber erst am Ende des Posts!

Den Stoff habe ich am Stoffmarkt gekauft, für mich war es eine ganz normale Woll/irgendwas Mischung im Tweedlook. Beim Vorwaschen zuhause habe ich dann festgestellt, dass die rechte Seite im edelsten Gold glänzt… Das ist jetzt nicht unbedingt mein Stil, deshalb habe ich die beschichtete, glänzende Seite nach innen genommen. So bin ich wirklich glücklich damit und vor allem hat der Stoff bzw. das Kleid schon mehrmals absolute Business-Tauglichkeit bewiesen, weil es lange Tage im Büro knitterfrei übersteht und selbst nach Anreise mit Bus und Flieger immer noch Form bewahrt 🙂

ImageDer Schnitt ist das Titelmodell aus der „Meine Nähmode 3/2013„.

Das Kleid ist komplett gefüttert, und beim Oberteil verstürzen war ich froh, kompetente Ansprechpartner unmittelbar greifbar zu haben! Danke ….
Den Reissverschluss habe ich wohl zu später Stunde eingenäht, irgendwie blitzt das helle RV-Band  leicht hervor. Einen dunklen hatte ich leider nicht mehr, evtl. werde ich da noch ein paar Handstiche dransetzen.
Handstiche brauche ich auch noch am Armausschnitt, da blitzt nach längerem Tragen das Belegteil hervor. Irgendwo habe ich mal den Tipp gelesen, die Belege an der Nahtzugabe festzusteppen um das zu verhindern. Dazu ist es jetzt zu spät, aber beim nächsten Mal versuche ich daran zu denken!!

Hier nocheinmal aus allen Richtungen gucken :-). Bessere Fotos gibt es zur Zeit leider nicht, irgendwie ist meine Tagesplanung weder mit der meines Fotografen noch mit den überhaupt zur Verfügung stehenden ausreichend beleuchteten Stunden kompatibel.Image
So, jetzt kurz noch bei den anderen gucken. Dort begrüßt heute Melleni im Winteroutfit.